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Wie sind Sanierungen in Eigentümergemeinschaften geregelt?

Beim Besitz eines Hauses sind die Eigentümerverhältnisse meist klar. Bei Eigentümergemeinschaften sieht das schon anders aus. Innerhalb dieser Gemeinschaften kann es schnell zu Streitigkeiten kommen, beispielsweise bei der Frage, welche Eigentümer die Kosten einer Sanierung in welchem Ausmaß tragen. In welchen Situationen dabei welche Rechte gelten, erfahren Sie hier. Gerne beraten wir von Rechtsanwalt Heichel Sie zusätzlich zum Thema Wohnungseigentumsrecht.

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Unterscheidung zwischen Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum

Ob alle Eigentümer zusammen eine Sanierung zahlen müssen oder ein Eigentümer individuell zahlt, hängt davon ab, ob es sich beim zu sanierenden Bereich um Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum handelt. Zum Sondereigentum des einzelnen Eigentümers gehören etwa die Fliesen des Badezimmers, während das Treppenhaus Gemeinschaftseigentum ist. Dementsprechend zahlen Sie als Wohnungseigentümer die Sanierung Ihres Badezimmers selbst und müssen diese Maßnahme zuvor nicht mit anderen Eigentümern absprechen, das Treppenhaus wird dagegen gemeinsam saniert und die Kosten werden entsprechend aufgeteilt. Zum Gemeinschaftseigentum zählen außerdem unter anderem:

  • Abflussrohre
  • Stützmauern
  • Aufzüge
  • Klingelanlagen
  • Kamine
  • Balkone
  • Dächer

Sanierungsmaßnahmen trotz nicht vorhandenem Eigenbedarf

Dringt vom Keller Feuchtigkeit in die unteren Wohnungen, dann sind die Sanierungen gemeinsam von allen Eigentümern zu tragen. Das gilt auch, wenn Sie beispielsweise als Eigentümer selbst im dritten Stock wohnen und mit der Feuchtigkeit keine Probleme haben, da diese zum Zeitpunkt der Sanierung nicht bis zu Ihnen nach oben dringt. Dies ist zum einen sinnvoll, da Sie langfristig selbst im dritten Stock mit dem Problem konfrontiert würden, zum anderen profitieren Sie durch diese Regelung, wenn Sie von einem anderen Sanierungsbedarf am Gemeinschaftseigentum betroffen sind und die gleiche Hilfe von den anderen Eigentümern erhalten.

Zeit und Geld – wichtige Faktoren

Ist eine Sanierung dringend notwendig, da ansonsten Folgeschäden am Haus oder gesundheitliche Schäden zu erwarten sind, dürfen diese nicht verzögert werden. Handelt es sich dagegen um Sanierungen, die nicht eilen, kann sich eine Einigung deutlich länger hinziehen, da eine Verzögerung in dem Fall erlaubt ist. Hierbei muss Rücksicht auf die finanziellen Möglichkeiten jedes einzelnen Eigentümers genommen werden. Ein Kompromiss sollte in jedem Fall angestrebt werden und alle Eigentümer sind zu einem vernünftigen Diskussionsverhalten angehalten. Befinden Sie sich in einer solchen Konfliktsituation, empfiehlt es sich, die Lage eingehend zu diskutieren und in schwereren Konfliktfällen zusätzlich einen Anwalt einzuschalten.

Sie müssen nicht jeder baulichen Veränderung zustimmen

Sollen bauliche Maßnahmen einzig aufgrund einer Wertsteigerung vorgenommen werden, müssen alle Eigentümer zustimmen, die direkt davon betroffen sind. Hier kann ein einzelner Betroffener den Beschluss blockieren. Gegen sehr kostspielige Veränderungen, wie die Verlegung eines teuren Fußbodens im Treppenhaus, können Sie als Eigentümer sich also wehren.

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Hier erfahren Sie mehr zum Thema Wohnungseigentumsrecht.

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