Mieterhöhung aus Sicht von Mietern und Vermieterinnen

Vor allem in den deutschen Großstädten scheinen die Mietpreise in ungeahnte Höhe zu steigen. Doch auch in ländlichen Regionen flattert Mietern und Mieterinnen immer wieder einmal eine Mieterhöhung ins Haus. Doch wann ist diese überhaupt gerechtfertigt und wie sollten Sie als Mietpartei im Falle einer Mieterhöhung reagieren?

Ordner mit Aufschrift Mieterhöhung - Mietrecht Berlin

Wann ist eine Mieterhöhung gerechtfertigt?

Grundsätzlich hat der Vermieter bzw. die Vermieterin das Recht, die Miete in regelmäßigen Abständen zu erhöhen. Jedoch muss die Anhebung der Miete schriftlich angekündigt werden. Ein solches Schreiben muss eine Begründung beinhalten, warum die Miete angehoben werden soll. Allgemeine Floskeln wie etwa „Alles wird teurer“ zählen hierbei nicht. Der Vermieter bzw. die Vermieterin muss konkret begründen, warum er bzw. sie eine höhere Miete verlangen möchte.

Natürlich kann die vermietende Partei die aktuelle Miete nicht nach Belieben erhöhen, sondern muss sich an gewisse Grenzen halten. Diese werden vom Mietspiegel vorgegeben. Der Mietspiegel dient als Orientierung, um den Mietpreis für vergleichbare Wohnungen in derselben Gegend festlegen zu können. Dem Vermieter bzw. der Vermieterin steht mehr als eine solche ortsübliche Vergleichsmiete nicht zu. Darüber hinaus darf die Anhebung des Mietpreises innerhalb von drei Jahren nur maximal 20 Prozent betragen.

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Was können Mieter im Falle einer Mieterhöhung unternehmen?

Zunächst einmal sollten Sie im Schreiben des Vermieters bzw. der Vermieterin prüfen, welche Gründe er bzw. sie für die Erhöhung der Miete angibt. Ab Ende des laufenden Monats haben Mieter und Mieterinnen nach Zugang des Schreibens zwei Monate Zeit, die angegebenen Gründe und die formale Wirksamkeit des Vermieterschreibens zu prüfen.

Würfel mit der Aufschrift Mietrecht

Sollte der Vermieterbrief einige formale Kriterien nicht erfüllen, ist das gesamte Verlangen nach einer Mieterhöhung ungültig. Wenn der Vermieter bzw. die Vermieterin beispielsweise das Schreiben nur an eine der im Mietvertrag aufgeführten Personen richtet, müssen Mieter und Mieterinnen nichts unternehmen, denn es bleibt bei der alten Miete, bis der Vermieter bzw. die Vermieterin den Fehler bemerkt und korrigiert hat. Das kann auch ein Rechtsanwalt für Mietrecht in Berlin-Charlottenburg wie Uwe Heichel bestätigen. Mietparteien müssen einer Mieterhöhung durch den Vermieter bzw. die Vermieterin zustimmen. Als Zustimmung gilt nach Auffassung verschiedener Gerichte jedoch bereits, wenn Mieter und Mieterinnen die neue Miete an die vermietende Partei überweisen.

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